Abstieg. Kommt ja mitnichten überraschend, denn spätestens in der dritten Minute in Heidenheim war ja bereits klar, dass das mit dem Ligaverbleib nicht mehr klappen wird. Also immerhin schon mal Gelegenheit gehabt, das Elend vorzuverdauen. Wieder ein Vorteil der eigenen Alterung: Während die jüngeren Menschen in meinem Umfeld einen sehr niedergeschlagenen Eindruck machten und teilweise nah am Wasser bauten, prallte der Schlag an denen, mit denen man den Fußball seit Jahrzehnten durchlebt, mehr oder minder ab. Schnell darauf geeinigt, dass dieser Abstieg nicht mal annähernd so schmerzt wie der in der Relegation 1991… Es ist zwar über alle Maßen enttäuschend, wie diese Spielzeit lief, doch Wut geschweige denn Raserei kommt überhaupt nicht auf bei mir, überwiegt doch die Hoffnung, nun einen Schritt durch einen Schnitt machen zu können. Natürlich muss ein neuer Trainer her, denn ein Festhalten an Blessin würde jeder aufkeimenden Aufbruchsstimmung ein jähes Ende bereiten. Ich mag den Mann eigentlich gern, fand den um Einiges sympathischer als seinen erfolgreicheren Vorgänger, aber dafür kannst du dir natürlich nichts kaufen im Profifussball. Nüchtern betrachtet bleibt es dabei, dass die Vereine mit den kleinsten Etats wieder absteigen. Ob nun sofort oder nach zwei oder drei Jahren. Wenn keine großen Gelder von außen reingepumpt werden, du dich nicht in Gänze verkaufst an Investoren, haste letztendlich keine Chance auf langfristiges Etablieren. Und nun? Wiederaufstieg? Erscheint momentan abwegig. So ziemlich alle, mit denen man sprach, wären schon froh, wenn ab August eine stabile Saison im oberen Mittelfeld gelänge und wir zumindest von Leiden verschont blieben, denn wir alle wissen, wie wenig beispielsweise Bochum und Kiel aufzutrumpfen vermochten zuletzt. Das Pendel schlug zurück… nun muss es neu ausgelotet werden! Noch Worte und Bilder vom “Alten”: